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Stellungnahme unserer Bürgerinitiative für den "Runden Tisch" im Bereich Schriftverkehr
03.05.2012
Info Mappe an Hannelore Kraft übergeben
Am Ende der Wahlkampfveranstaltung von Hannelore Kraft am 19. April in Lemgo, überreichte Ellen Stock der SPD Spitzenkandidatin eine Informationsmappe unserer Bürgerinitiative. Während eines Gespräches erläuterte Ellen Stock der NRW Ministerpräsidäntin den Inhalt der Mappe. Sie enthält einen zeitlichen Ablauf von den Planungsanfängen bis heute, Informationen über die bisherigen Aktivitäten der BI, den geführten Schriftverkehr sowie natürlich unserer Forderung: Keine C-Trasse der B 239. Gerade für diesen Wunsch, hatte Hannelore Kraft ein offenes Ohr. Sie meinte dazu, gerade in Zeiten leerer Kassen, sei sie nicht dafür, an unerwünschten und kostspieligen Straßenplanungen festzuhalten. Sie versprach, sich der Sache anzunehmen und die Mappe an das zuständige Resort weiterzuleiten.
Die ganze Sache riecht stark nach Trickserei.
Horst Kruse, Pressesprecher der Bürgerinitiative gegen die C-Trasse der B 239 n am 21.3.2012
Auf der einen Seite schrieb Bürgermeister Liebrecht unserer Bürgerinitiative am 2. März wörtlich: "Ich persönlich gehe davon aus, dass der 2. Abschnitt, der Waddenhausen besonders und in Gänze betrifft, .... vom Tisch ist."
Auf der anderen Seite lässt StraßenNRW schweres Gerät ("Ketten-/Radfahrzeug") in Waddenhausen auffahren.
Wusste der Bürgermeister davon?
Soll der Runde Tisch zur B 239 n etwa nur eine Beruhigungspille für die Bürger sein?
Warum tagt der Runde Tisch unter Zeitdruck - bei einer seit 1967 (!) laufenden Planung?
Warum wartet Bürgermeister Liebrecht nicht das Ergebnis des 70.000 € teuren Verkehrsentwicklungsplanes ab? In diesem VEP gäbe es bestimmt auch Aussagen zu B 239 n/B66 n!
Unsere städtische Spitze scheint Gefallen daran zu finden, für StraßenNRW die Rolle eines Erfüllungsgehilfen zu übernehmen!
Im Bereich Schriftverkehr finden Sie den offenen Briefverkehr zwischen der Bürgerinitiative und dem Bürgermeister
Lippische Landeszeitung vom 22.November 2011 von Dieter Asbrock
Lagenser Initiativen gegen Ortsumgehung loten Gemeinsamkeiten aus
Gegen die seit Jahrzehnten geplante Ortsumgehung um Lage leisten gleich zwei Bürgerinitiativen W iderstand. Jetzt haben sich ihre Vertreter am Verlauf der C-Trasse getroffen, um Gemeinsamkeiten auszuloten.
Vertreter der Bürgerinitiative „Gegen die C-Trasse der B239n“ trafen sich an ihrem Protest-Transparent an der Schötmarschen Straße mit Gerd Bicker von der Bürgerinitiative „B66 – ohne uns“ .Die Interessen beider Gruppen treffen sich auf der Kuppe der Bielefelder Straße hinter dem Ortsausgang. Hier würde nämlich die Waddenhausen betreffende C- oder D-Trasse auf den Straßenverlauf treffen, der einst den Verkehr von und nach Detmold aufnehmen soll.
„Wir wollen uns gegen überflüssigen Straßenbau zusammentun“, fasste Horst Kruse für die C-Tassen-Gegner den Sinn des Treffens zusammen. Denn die Realisierung dieser Trasse zöge einen Anstieg des Verkehrsaufkommens um bis zu 4000 Fahrzeuge täglich nach sich. Dafür müssten 20 Häuser abgerissen und meterhohe Straßen- und Brückenbauwerke erreichtet werden, sagte Reinhard Güths. Für die D-Trasse hingegen müsse kein einziges Haus weichen. „Wir sind nicht prinzipiell gegen eine Ortsumgehung. Aber es muss die richtige sein“, findet er. Heide Ritter ist dafür, den verkehr von Bad Salzuflen nach Detmold über die Ostwestfalenstraße zu führen: „Man müsste nur die Beschilderung ändern.“
Beide Initiativen kämpfen dagegen, dass durch einen Spatenstich – wo auch immer- Fakten geschaffen werden. Das wäre nach Gerd Bickers Ansicht der fall, wenn zum Beispiel das Teilstück B 66n von der Bielefelder Straße bis Holz Speckmann gebaut würde. „Da muss man über andere Maßnahmen nachdenken. Wir brauchen einen Verkehrsentwicklungsplan in Zusammenhang mit der Einzelhandelsentwicklung in Lage“, fordert er. Eine Umlenkung der Verkehrsströme könne Existenzen kosten, wie die Erfahrungen aus anderen Städten zeigten.
Ohnehin hält Bicker die aktuelle Straßenplanung für nicht zeitgemäß. Untersuchungen zeigten, dass der Verkehr langfristig zurückgehe, die Elektromobilität zunehme. „Wir haben das Verkehrsaufkommen gezählt, mit dem die Notwendigkeit der Umgehung begründet wird. Straßen.NRW musste daraufhin eine Zahlen nach unten korrigieren“, so Bicker. Die Reparatur bestehender Straßen müsse Vorrang vor dem Neubauhaben, außerdem seien Lärmschutzmaßnahmen wie Flüsterasphalt sinnvoll. Man habe sich mittlerweile einem OWL-weiten Bündnis gegen überflüssige Straßen angeschlossen.

Da kommt das Kleeblatt der Auf- und Abfahrten hin: Reinhard Güths zeigt Gerd Bicker, ab wo die C-Trasse Waddenhausen durchschneiden würde. Die kleine Brücke über die Werre, auf der beide stehen, würde ein großes Pendant aus Beton bekommen. Auch Gisela Ellerbrock, Walter Grote und Heide Ritter (von links) halten das für die denkbar schlechteste Lösung.
01.11.2011
Anmerkungen zur Gründung der Bürgerinitiative “B 239 n um Lage jetzt“
Wie einer Pressemitteilung Anfang Oktober zu entnehmen war, hat sich eine Bürgerinitiative “B 239 n um Lage jetzt“ gegründet. Auf den ersten Blick scheint diese BI die gleichen Interessen zu verfolgen wie unsere BI. Aber nur auf den ersten Blick.
Ohne große Mühe erkennt man auf dem veröffentlichten Bild bekannte Gesichter aus CDU und JU. Man hat sich nicht einmal die Mühe gemacht, einen „Alibi-Bürger“ für diese Aktion zu gewinnen. Die Unterschrift wird vom Vorsitzenden der Jungen Union Lage neben seiner Stellvertreterin geleistet. Bisher also eine reine CDU Initiative. Diese BI verfolgt natürlich das Ziel, wen wundert’s, die Planung der B 239n von der Detmolder Straße über die Bielefelder Straße bis zur Düwelsmühle durchzusetzen. Also ganz im Sinn von Strassen NRW und der derzeit regierenden Koalition in Lage. Man kann also auch sagen, gegen die Wünsche vieler Waddenhauser Bürger.
Seit 40 Jahren leiden die Bewohner der City unter dem enormen Verkehrslärm. Das finden auch wir sehr bedauerlich, doch in gleichem Maße werden die Bewohner Waddenhausens seit 40 Jahren von ebendiesem Verkehrslärm belastet. Die lärmverursachenden Fahrzeuge sind nämlich erst durch Waddenhausen gerollt, bevor sie Lage erreichen. Aus diesem Grund treten wir für eine weiträumige Umgehung ein, und zwar für eine die beiden Gruppen, der Bevölkerung der City und den Einwohnern Waddenhausens, gerecht wird. Diese sollte dann an der Bielefelder Strasse anknüpfen.
Sollte jedoch ein Pflock für die Umgehung bei Düwelsmühle eingeschlagen werden, wird sich das Lebensumfeld in Waddenhausen durch eine steigende Lärmbelastung erheblich verschlechtern. Eine Weiterführung ist dann nur durch eine breite Ortsduchschneidung möglich, deren Folge nur die C-Trasse werden kann. Aber auch wir sind Lagenser Bürger und wollen keine Entlastung auf Kosten anderer, wie es die neu gegründete CDU Bürgerinitiative proklamiert.
Selbstverständlich erkennen wir das Recht an, eine Bürgerinitiative zu gründen. Doch sollte man dieses Instrument nicht missbrauchen, um zu versuchen, parteipolitische Ziele durchzusetzen. In diesem Fall wäre ein gegenübertreten mit offenem Visier eher angebracht gewesen.
Ratssitzung am 15.09.2011

